Was gibts Neues ab derm ersten Mai?

Wir kennen sicherlich alle die Redewendung „Alles neu macht der Mai“. Nun, der Mai 2019 macht sicherlich nicht alles neu, aber es gibt ein paar interessante Neuerungen. Neue Gesetze, Regelungen und Bestimmungen treten im Mai 2019 in Kraft. Die Änderungen sind vielfältig: Ihre Telefonrechnung und Ihr Bargeld sehen künftig anders aus. Sie haben außerdem mehr Zeit für Ihre Steuererklärung, was sicherlich einige besonders freut. Der Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt und das E-Bike Tuning (wir wussten gar nicht, das es das gibt) wird eingeschränkt.

1. Mehr Zeit für die Steuer

Bislang galt der 31. Mai als Stichtag. Wer seine Steuererklärung selber verfasst, musste Formulare und Unterlagen für das zurückliegende Jahr bis zu diesem Datum beim zuständigen Finanzamt einreichen. Doch seit 2019 haben Selbstersteller zwei Monate länger Zeit. Heißt, statt Ende Mai muss die Steuererklärung dem Fiskus erst zum 31. Juli vorliegen.

Von dem Zeitgewinn profitieren auch Steuerzahler, die sich bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein Unterstützung holen. Für sie verlängert sich die Abgabefrist ebenfalls. Der Fiskus verlangt die Steuererklärung für 2018 statt bis Ende Dezember 2019 erst bis Ende Februar 2020.

Aber Vorsicht, Verspätungen können teuer werden!Jedoch kommt mit der Fristverlängerung auch eine strengere Handhabe bei Verspätungen. Gegen diejenigen, die ihre Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß abgeben, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festlegen. Für jeden „überzogenen“ Monat müssen Steuerzahler mindestens 25 Euro Strafe zahlen. Wir raten Ihnen nicht zu langezu trödeln!

2. Telefonate ins EU-Ausland werden günstiger

Nach der Abschaffung der Roaminggebühren 2017 werden jetzt auch Telefonate ins EU-Ausland günstiger. So sollen ab 15. Mai Telefongespräche maximal 19 Cent pro Minute kosten – und zwar unabhängig davon, ob das Gespräch vom Festnetz aus oder am Handy geführt wird. Auch die Kosten für SMS sollen bei maximal sechs Cent gedeckelt werden. Den Weg für die Änderung hatte vergangenen November das Europaparlament freigemacht. Zustimmen muss jetzt nur noch der EU-Rat – das gilt jedoch als reine Formsache.

3. Höherer Mindestlohn für Maler und Lackierer

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz hatten sich Ende 2016 auf einen neuen einheitlichen Mindestlohn für Maler und Lackierer geeinigt. Die Verhandlungspartner einigten sich damals auf eine stufenweise Anhebung. Die nächste Erhöhung folgt jetzt am 1. Mai 2019. Ungelernte Arbeiter erhalten dann 10,85 Euro statt vorher 10,60 Euro die Stunde. Auch Maler- und Lackierergesellen im Osten können sich freuen, denn sie bekommen 55 Cent mehr die Stunde – ihr Mindestlohn wird von 12,40 Euro auf 12,95 Euro angehoben.

4. WhatsApp: Diese Änderungen treffen jetzt alle Nutzer

WhatsApp schraubt an seinen Features. Laut einem aktuellen Bericht will der Messenger-Dienst drei Änderungen einführen. So soll es künftig eine Funktion geben, die das Erstellen von Screenshots blockiert.

Außerdem dürfen sich User über animierte Sticker freuen. Das dritte Feature betrifft die Emojis in der Android-Version. Die bisherigen Doodle-Emojis will Whatsapp künftig durch eigene Emojis austauschen. Über die Emojis kann man streiten…aber das Blockieren von Screenshots könnte für den einen oder anderen doch unschön sein.

5. Neue 100- und 200-Scheine ab Mai im Umlauf

Die aktuelle Euro-Banknoten-Generation läuft aus. Ab dem 28. Mai 2019 gibt die EZB neue 100- und 200-Euro-Scheine aus.

Fünfer, Zehner, Zwanziger und Fünfziger sind schon in der neuen Version im Umlauf. Den 500€ Schein wird es ab April 2019 erst einmal nicht mehr geben.

Die Scheine aus der neuen Serie besitzen mehrere neue Sicherheitsmerkmale wie etwa ein Porträt-Fenster, das bereits beim neuen Zwanziger und Fünfziger zu finden ist. Es erscheint, wenn der Schein gegen das Licht gehalten wird. Vor allem Geldfälscher sollen es dadurch schwieriger haben, „Blüten“ in Umlauf zu bringen.

Die alten 100- und 200er bleiben weiter gültig. Die Notenbanken wechseln sie nach und nach aus.

6. Neue Regeln sollen Fahrverbote vermeiden

Diesel-Fahrverbote beuteln die Autofahrer in deutschen Städten. Die Regierung will ihnen jetzt helfen und hat im vergangen Jahr Änderungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz beschlossen.

Konkret stufen die neuen Regeln Fahrverbote im Allgemeinen als unverhältnismäßig ein, wenn die Stickoxid-Belastung in der Luft 50 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschreiten. Damit liegt der Wert um ein Viertel höher, als die von der EU festgelegte Grenze von 40 Mikrogramm.

Darüber hinaus sollen Fahrverbote weder für Autos der neuen Norm Euro 6, noch für nachgerüstete Busse, Handwerker- und Lieferfahrzeuge sowie die Müllabfuhr und Feuerwehr gelten. Der Bundesregierung zufolge sollen die Änderungen noch im Mai in Kraft treten.

7. E-Bike-Tuning wird eingeschränkt

E-Bikes zu  manipulieren scheint ein Trend zu sein – nach ARD-Informationen ist inzwischen jedes dritte E-Bike getunt. Dem soll nun Einhalt geboten werden und so tritt ab Mai 2019 eine technische Norm in Kraft, so dass die E-Bike-Hersteller stärker in die Pflicht genommen werden, eine Tuningerkennung in ihre neuen Räder einzubauen.

Dabei geht es um die Norm DIN EN 15194, die die technischen Vorgaben bzw. die Standards vorgibt, die ein Hersteller erfüllen muss, damit sein E-Bike der sogenannten Maschinenrichtlinie entspricht. Die Maschinenrichtlinie in ihrer jetzigen Form gibt es schon seit dem Jahr 2007, sei von den Herstellern aber bislang gekonnt ignoriert worden, so Marco Brust vom Prüfinstitut für Mikromobilität velotech.de in Schweinfurt.

Im November 2018 wurde in diese Norm explizit hineingeschrieben, dass sich die Hersteller um die Manipulationssicherheit kümmern müssen.  Die Veröffentlichung der neuen Listung aller Normen erfolgt nun im Mai.

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