Umsatzsteuerschuldnerschaft bei Lieferung betriebsfertiger Photovoltaikanlagen

Das Hessische Finanzgericht hat sich zur Frage der Steuerschuldnerschaft bei der Lieferung betriebsfertiger Photovoltaikanlagen geäußert. Demnach kann ein Unternehmer, der an seine Kunden betriebsbereite Photovoltaikanlagen liefert, nicht den Vorsteuerabzug aus den Rechnungen seiner Subunternehmer geltend machen. Vielmehr schuldet dieser Unternehmer nach den Vorschriften der sog. umgekehrten Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge-Verfahren) die Umsatzsteuer für die Leistungen der Subunternehmer. Bei der Lieferung voll funktionsfähiger Photovoltaik-/Solaranlagen handele es sich nach Ansicht des FG Hessen um Bauleistungen im Sinne des § 13b Abs. 2 S. 1 Nr. 4 UStG, die im Zusammenhang mit einem Bauwerk ausgeführt werden.

FG Hessen, Az.: 1 K 2198/11

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