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Musterfeststellungsklage? Fraglich!

Und wieder grüßt der Abgasskandal!

Ein Ausstieg aus dem Musterfeststellungsverfahren (Musterfeststellungsklage) ist nur noch bis zum 30. September möglich. Nach dem Termin der ersten mündlichen Verhandlung sind die Teilnehmer in der Musterklage „gefangen“ – bis zu einem Urteil. Sie können dann also nicht mehr individuell klagen.

Auf gut Deutsch: Wer sich auf die Musterfeststellungsklage gegen VW verlässt, könnte unterm Strich leer ausgehen – und das nach einer jahrelangen Abfolge von Prozessen.

Für den 30. September ist die erste Verhandlung in der Diesel- Musterfeststellungsklage gegen VW angesetzt. Je näher der Termin rückt, desto mehr zeigt sich: Viele Kläger drohen leer auszugehen. Noch gibt es die Möglichkeit, auszusteigen und Alternativen zu prüfen.

Nach dem 30. September kommt niemand mehr in die Musterfeststellungsklage hinein, aber auch niemand mehr heraus.

Rund 430.000 Diesel-Besitzer haben sich der Musterfeststellungsklage gegen VW angeschlossen. Sie verbindet die Hoffnung, von Volkswagen für ihre Schummel-Diesel entschädigt zu werden. Doch die jüngsten Entwicklungen weisen darauf hin, dass allzu große Hoffnungen enttäuscht werden könnten.

Denn offenbar spielt Volkswagen auf Zeit. Fachleute rechnen damit, dass es mindestens bis 2023 dauern kann, bis in dem Mammut-Verfahren ein rechtskräftiges Urteil vorliegen wird. Was nicht bedeutet, dass die Kläger dann Geld bekommen. Denn selbst wenn in der Musterklage ein Recht auf Schadensersatz festgestellt wird, muss jeder einzelne Beteiligte seinen individuellen Anspruch noch einmal gesondert einklagen. Das ist insbesondere für Diesel-Besitzer, die ihr Fahrzeug wegen eines Fahrverbots nicht mehr benutzen können, ein unbefriedigender Zustand. Die Musterfeststellungsklage erweist sich hier als untaugliches Mittel.

Quelle: https://www.n-tv.de/ratgeber/VW-Musterfeststellungsklage-Taugt-nichts-article21245848.html

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