Neues im VW-Abgasskandal

Im VW-Abgasskandal gibt es für Verbraucher bzw. Käufer von Fahrzeugen neue Urteile, die die Rechtsposition der Autokäufer weiter stärken.

Das Landgericht Regensburg hat am 04.01.2017 entschieden, dass ein geschädigter Autokäufer die Lieferung eines neuen Fahrzeugs (aus der aktuellen Produktion) verlangen kann, ohne dafür Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrenen Kilometer zahlen zu müssen. Die Besonderheit an diesem Urteil ist die Tatsache, dass der Kläger das Fahrzeug mehrere Jahre bereits gefahren hat, er also im entschiedenen Fall also seit dem 15.05.2015 kostenlos gefahren ist.

Ein weiteres hervorzuhebendes Urteil hat das Landgericht Hildesheim am 17.01.2017 gesprochen. Darin wurde die Volkswagen AG direkt verurteilt, dem Kläger Schadensersatz zu leisten, und zwar den ursprünglichen Kaufpreis (abzüglich Nutzungsentschädigung). Das Gericht ging insoweit davon aus, dass die Volkswagen AG eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung begangen hat. Es kann somit auch ein Direktanspruch gegen den Hersteller, und nicht nur gegen den Händler, durchgesetzt werden.

Betroffene Autokäufer sollten Ihre Rechte prüfen lassen. Unsere spezialisierten Anwälte stehen Ihnen für eine unverbindliche Einschätzung gerne zur Verfügung. Etwaige Kosten – auch für ein Klageverfahren – werden regelmäßig durch eine Rechtsschutzversicherung getragen.

LG Regensburg, Urteil vom 04.01.2017, Az.: 7 O 967/16
LG Hildesheim, Urteil vom 17.01.2017, Az.: 3 O 139/16
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